Den Glykämischen Index richtig nutzen

Den Glykämische Index (kurz GI) haben Wissenschaftler zur Vorbeugung von Übergewicht, Diabetes und Herzkrankheiten entwickelt. Er beschreibt, wie schnell ein kohlenhydrathaltiges Lebensmittel den Blutzuckerspiegel ansteigen lässt. Allerdings ist es wichtig, dass du den Glykämischen Index richtig nutzt. Denn nicht immer ist der GI in der Realität der gleiche Wert, wie in der Rechnung.
Bei der Aufnahme von Kohlenhydraten mit einem niedrigen Glykämischen Index (z. B. Gemüse, Vollkorn) steigt der Blutzuckerspiegel langsam an. Dagegen lassen Lebensmittel mit einem hohen Glykämischen Index (z. B. Weißbrot, Kartoffeln) den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen.

So ermitteln Experten den Glykämischen Index

Um den Glykämischen Index von Lebensmitteln zu ermitteln, wird der Blutzuckerspiegel untersucht. Hier wird gemessen, wie lange und wie hoch der Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr eines Lebensmittels ansteigt. Dabei orientiert er sich an der blutzuckererhöhenden Wirkung von Glucose (Traubenzucker). Der Glykämische Index wird in Prozent angegeben, Glucose gilt hier mit 100% als höchster Wert.

Unterteilung des GI in drei Gruppen

Beim Glykämischen Index werden kohlenhydrathaltige Lebensmittel in drei Gruppen eingeteilt. Als hoher GI gelten Werte zwischen 70 und 100. Entsprechend weisen Lebensmittel mit einem mittleren GI Werte zwischen 55 und 70 auf. Dagegen gelten Werte unter 50 gelten als niedrig.

Die Zubereitung macht einen Unterschied im Glykämischen Index

Auch die Zubereitungsart spielt eine Rolle in der Bestimmung des Glykämischen Index. Hier sind Kartoffeln ein gutes Beispiel. Kartoffelpüree und gebackene Kartoffeln haben einen hohen GI von 85. Allerdings erreichen Salzkartoffeln nur einen niedrigen Glykämischen Index von 50. In vielen Fällen haben gekochte Lebensmittel einen höheren GI als rohe Lebensmittel.

Den Glykämischen Index richtig nutzen

Wenn du den Glykämischen Index richtig nutzen willst, solltest du ihn eher wie eine Orientierungshilfe sehen. Der Index alleine ist eher ungenau und nur wenig alltagstauglich. Bei Obst beispielsweise machen schon Sorten, Reifegrad und Anbaugebiete einen großen Unterschied. Dennoch werden diese Unterschiede vom Glykämischen Index nicht erfasst. Zudem isst du bei einer Mahlzeit meist verschiedene Lebensmittel. Das macht es später sehr schwer zu sagen, was genau den Blutzuckeranstieg bewirkt.

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