Stress

Der Begriff „Stress“ definiert den Zustand der Alarmbereitschaft des Organismus, der sich auf eine erhöhte Leistungsbereitschaft einstellt. Der Begriff wurde im 20. Jahrhundert von Mediziner, Biochemiker und Hormonforscher Hans Selye geprägt. Er unterschied bereits zwischen Eustress und Distress. Dabei ist Eustress eine notwendige und positiv erlebte Aktivierung des Organismus. Dagegen ist Distress eine belastende und schädlich wirkende Reaktion auf ein Übermaß an Anforderungen. Heute verwendet man den Begriff „Stress“, um eine körperliche und psychische Reaktion eines Menschen auf eine für ihn überfordernd wahrgenommene Situation zu beschreiben.

Reaktion des Körpers auf Stress

Stress kann durch eine Vielzahl körperlicher und seelischer Reize (Stressoren) ausgelöst werden. Doch unabhängig von der Ursache, die für den Stress verantwortlich ist, reagiert unser Körper immer gleich darauf. Er sorgt kurzfristig für einen Energieschub, der unsere Leistungsfähigkeit erhöht. Der Cortisol- und Blutzuckerspiegel steigt an, der Puls wird schneller, alle Sinne werden geschärft. Außerdem wird unsere Atmung beschleunigt und die Muskeln werden angespannt. Historisch gesehen ist das absolut sinnvoll. Nur durch diese Reaktionen des Körpers war es uns (z. B. bei Begegnung mit wilden Tieren) möglich, aus Gefahrensituationen zu entkommen oder gegen die Bedrohung anzukämpfen.

Auch heute ist die Reaktion des Körpers fast die gleiche. Unterschiedlich ist, dass wir heute vor den Stresssituationen im Alltag nicht entkommen können. Auch können wir nicht gegen sie ankämpfen. Im Grunde benötigen wir also die bereitgestellte Energie gar nicht. Im Normalfall baut der Körper nach einer kurzen Stresssituation die Energie schnell wieder ab (und der Blutzuckerspiegel sinkt wieder). Ein Problem entsteht, wenn die Anspannung und Überforderung dauerhaft bestehen bleibt. Das kann dann zu gesundheitlichen Schäden führen.

Stress und das Hormon Cortisol

Anhaltende physische und psychische Anspannung aller Art sorgt für Schwankungen im Hormonhaushalt. Zusätzlich lassen sie den Cortisolspiegel steigen. Cortisol, auch bekannt als das Stresshormon, sorgt für eine kurzfristige Erhöhung des Blutzuckerspiegels. So bekommen wir eine schnelle Energiezufuhr für den Körper. Wenn der Blutzuckerspiegel dann allerdings wieder fällt, sorgt das für schlechte Laune. Dann bekommen wir auch schnell eine Heißhunger-Attacke.

Unterscheidung Eustress und Distress

Stress muss allerdings nicht immer negativ sein, er kann uns sogar zu Höchstleistungen anspornen. Daher unterscheidet man zwischen positivem Stress (Eustress) und negativem Stress (Disstress).

Eustress fördert unsere Leistungsfähigkeit, macht uns aufmerksamer und schadet uns nicht. Er motiviert uns, steigert die Produktivität und spornt uns zu besonderen Leistungen an.

Disstress mindert auf Dauer die Leistungsfähigkeit. Er wird als unangenehm und überfordernd empfunden.

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